
Nachhaltige Investitionen.

Immer mehr Menschen setzen sich für Klimaschutz, Tierwohl, gesunde, pestizidfreie Lebensmittel und eine friedliche Welt ein. Woher kommt das?
Ganz einfach. Die fortschreitende Globalisierung hat unseren Blick für die Auswirkungen unseres Wirtschaftens geschärft. Wir erkennen immer mehr die weltweiten Verflechtungen und Zusammenhänge, sehen Problemfelder und Ungerechtigkeiten. Sie können über das Internet sowie Social Media in Echtzeit über Länder und Kontinente hinweg diskutieren. Das hat die Sensibilität für Nachhaltigkeit, also einen reflektierten Umgang mit Ressourcen aller Art, enorm geschärft.
Viele Anleger:innen möchten heute nicht nur ein angemessenes Kapitalwachstum erzielen, sondern auch sicher gehen, dass bei der Auswahl der Anlagen Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. Welche Möglichkeiten für nachhaltige Investitionen bieten sich hier?
Man spricht hierbei von „nachhaltigen“ im Sinne von „verantwortungsvollen“ Investments, die sich unter dem Kürzel „ESG“ fassen lassen. Der Dreiklang – übersetzt „Umwelt, Soziales und Unternehmensführung“ – umfasst vielmehr einen ganzheitlichen, ökologischen, sozialen und ethischen Ansatz. Der Zuspruch für diese Anlagephilosophie für nachhaltige Investitionen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen – laut FNG-Marktbericht 2023 legten die Investitionen privater Anleger:innen in nachhaltigen Fonds in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 29 Prozent zu, und die Gesamtsumme nachhaltiger Geldanlagen erreichte eine neue Rekordmarke.*
*Quelle: Marktbericht 2023 des Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. (FNG)
Wie funktioniert eine nachhaltige Investition im Detail?
Unternehmen werden anhand definierter Nachhaltigkeitskriterien bewertet und ausgewählt. Dafür werden zumeist ethisch problematische Investments ausgeschlossen, z. B. aus den Bereichen Rüstung, Tabak, Glücksspiel, Kinderarbeit oder besonders umweltschädlichen Industrien. Unter den verbleibenden Investments – etwa Aktien, Unternehmens- oder Staatsanleihen – wird dann in allen drei „ESG“-Teilbereichen genau geprüft, wie nachhaltig sich das Unternehmen bzw. der Staat „verhält“. Die Einzelnoten ergeben dann einen „ESG“-Wert, der sozusagen das Niveau der Nachhaltigkeit eines Investments aufzeigt. Hier konzentrieren sich die meisten „ESG“-Anbieter auf die besten Titel in bestimmen Anlagesegmenten – der sogenannte Best in Class-Ansatz. Erst danach kommt die klassische Finanzanalyse der möglichen Portfoliotitel, die letztlich über den Kauf und somit die konkrete nachhaltige Investition entscheidet.

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