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Zwei Personen in Businesskleidung stehen an einem Geländer und blicken in eine große, helle Industriehalle.

Geschäftsrisiken: Cyber-Attacken bleiben auch 2026 das Top-Risiko für Unternehmen.

Wer Geschäftsrisiken erkennt und Zusammenhänge versteht, kann sie steuern. Welche Gefahren Unternehmen im Jahr 2026 besonders beschäftigen, zeigt das neue Allianz Risk Barometer.

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Warum Sie diesen Artikel lesen sollten:

Für Unternehmen ist ein umfassendes Risikomanagement erfolgsentscheidend. Erfahren Sie hier, welche Geschäftsrisiken Unternehmenslenker und Risikomanager weltweit und in Deutschland derzeit am stärksten beschäftigen.

Cyber-Attacken sind laut Allianz Risk Barometer im Jahr 2026 weiterhin die größte Sorge für Unternehmen weltweit.

Zum fünfzehnten Mal haben Allianz Commercial / Allianz Global Corporate & Specialty SE gemeinsam mit anderen Allianz-Gesellschaften weltweit Risikomanagement-Experten nach ihrer Einschätzung der Risikolage für Unternehmen befragt. Die Umfrage für die aktuelle Ausgabe basiert auf den Einschätzungen von mehr als 3.300 Teilnehmenden aus 97 Ländern und 23 Branchen. Daraus ergibt sich ein globales Stimmungsbild für den Unternehmenserfolg in unsicheren Zeiten.

Der Wettstreit um strategische Ressourcen, Zukunftstechnologien und Know-how wird mit harten Bandagen und immer häufiger leider auch mit unlauteren Mitteln geführt. Zudem hat die künstliche Intelligenz durch ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten Eingang in praktisch alle Bereiche des Lebens gefunden.

Das spiegelt sich in der globalen Gesamtbetrachtung des Allianz Risk Barometers 2026 wider: Cybervorfälle stehen zum fünften Mal in Folge an der Spitze der Risikoliste und erreichen mit 42 Prozent den höchsten Wert seit Beginn der Umfrage. Damit sind sie zehn Prozentpunkte vor dem zweitplatzierten Risiko – künstliche Intelligenz (KI), die von Rang zehn im Vorjahr auf 32 Prozent hochklettert. Bei den Risiken, die durch KI entstehen, unterscheiden die Befragten zwischen operativen, rechtlichen und Compliance-Risiken. Die zunehmende Integration von KI in Kerngeschäftsprozesse erhöht die Komplexität und Intensität der Bedrohungslage. Unternehmen berichten, dass KI sowohl Chancen als auch erhebliche Risiken mit sich bringt: Fast die Hälfte der Befragten sieht dennoch trotz existierender Gefahren mehr Vorteile als Risiken durch KI. Insgesamt bleibt es ein brandaktuelles Thema für die Governance und das Risikomanagement. 

Unternehmen sehen künstliche Intelligenz zunehmend nicht nur als große strategische Chance, sondern auch als eine komplexe Quelle von operativen, rechtlichen und Reputationsrisiken. In vielen Fällen bewegt sich der Einsatz schneller voran als Governance, Regulierung und die Qualifikation der Belegschaften, was KI erstmals unter die Top-Geschäftsrisiken bringt.“
Ludovic Subran
Chefökonom der Allianz

Die 10 größten Geschäftsrisiken weltweit für 2026.

Infografik zeigt die wichtigsten globalen Geschäftsrisiken 2026 mit bebilderten Rankings wie Cybervorfälle und Künstliche Intelligenz
Die Grafik trägt den Titel „Die 10 größten Geschäftsrisiken weltweit für 2026“ und zeigt ein horizontales Balkendiagramm mit drei Zeitreihen (2024, 2025, 2026). Quelle: Allianz Commercial, Allianz Risk Barometer 2026. Dargestellt sind die zehn am häufigsten genannten Geschäftsrisiken weltweit, jeweils mit dem prozentualen Anteil der Nennungen in den Jahren 2024, 2025 und 2026. Die Balken sind nach der Häufigkeit der Nennungen im Jahr 2026 absteigend sortiert. Für 2026 werden Cybervorfälle mit 42 % als größtes Risiko genannt, gefolgt von Künstlicher Intelligenz (32 %), Betriebsunterbrechung (29 %) und Änderungen von Gesetzen und Vorschriften (26 %). Weitere Risiken sind Naturkatastrophen, Klimawandel, politische Risiken und Gewalt, makroökonomische Entwicklungen, Feuer/Explosion sowie Marktentwicklungen. Im Vergleich zu den Vorjahren zeigen sich teils deutliche Verschiebungen: So steigt etwa das Risiko „Künstliche Intelligenz“ von 9 % (2024) auf 32 % (2026) stark an. Das Risiko „Makroökonomische Entwicklungen“ sinkt von 19 % (2024) auf 14 % (2026). Das Risiko „Cybervorfälle“ nimmt in allen drei Jahren eine Spitzenposition ein.

Quelle: https://commercial.allianz.com/news-and-insights/reports/allianz-risk-barometer.html

Die Zahlen geben an, wie oft ein Risiko als Prozentsatz aller Antworten für das jeweilige Land ausgewählt wurde. Die Zahlen addieren sich nicht zu 100%, da bis zu drei Risiken ausgewählt werden konnten.

Top-Risiko 2026: Cyber-Angriffe.

Das meistgenannte Risiko der letzten Jahre – Cyber-Angriffe – steht auch 2026 mit 42 Prozent der Nennungen und klarem Abstand ganz oben auf der Liste der größten Bedrohungen. 

Für Unternehmen weltweit, darunter auch in Deutschland, stellen Cyber-Attacken das Top-Risiko dar. Die Befragten sehen sich vor allem durch Datenpannen, Angriffe auf IT-Netzwerke und kritische Infrastrukturen, aber auch durch den zunehmenden Missbrauch von künstlicher Intelligenz bedroht. Ransomware-Attacken, Verschlüsselung von Daten mit anschließender Lösegeld-Forderung zur Entschlüsselung, verursachten allein im ersten Halbjahr 2025 bereits 60 Prozent des Wertes großer Cyber-Schäden (über 1 Mio. €), während 40 Prozent der Schäden durch Datendiebstahl entstanden. Gerade Angriffe über Drittanbieter und auf Lieferketten nehmen zu: So verursachte etwa ein Ransomware-Angriff bei Jaguar Land Rover geschätzte Kosten von rund 2,8 Mrd. US-Dollar und betraf über 5.000 Unternehmen entlang der Lieferkette.

Unternehmen sind heute stärker auf externe Cloud-Anbieter, Software- und Datendienstleister angewiesen: Über 75 Prozent nutzen Cloud-Services in zentralen Bereichen, während nur drei Firmen mehr als 60 Prozent der weltweiten Cloud-Infrastruktur kontrollieren. Gleichzeitig erhöht KI die Angriffsfläche und die Gefahr automatisierter Attacken massiv. Fast 90 Prozent der Unternehmen wollen daher ihre Investitionen in Cybersicherheit erhöhen. Gleichzeitig entwickeln Hacker und Kriminelle ihre Methoden stetig weiter und setzen dabei vermehrt auf KI-basierte Schadsoftware, automatisierte Phishing-Attacken sowie gezielte Angriffe über Zulieferer und Dienstleister.

 

Große Unternehmen profitieren inzwischen von ihren Investitionen in Cybersicherheit und Resilienz, wodurch sie Angriffe rechtzeitig erkennen und abwehren können. Aber die Bedrohungslage entwickelt sich weiter: Künstliche Intelligenz verstärkt die Risiken, vergrößert die Angriffsfläche und bringt neue Schwachstellen mit sich.“
Rishi Baviskar
Globald Head of Cyber Risk Consulting von Allianz Commercial

Betriebsunterbrechungen versetzen Unternehmen in Unruhe.

Auf Rang drei des Allianz Risk Barometers 2026 steht weiterhin die Sorge vor einer Betriebsunterbrechung, inklusive der Unterbrechung von Lieferketten. Mit 29 Prozent der Nennungen bleibt dieses Risiko eine der größten Herausforderungen – wenn auch leicht unter Vorjahresniveau. Cyber-Vorfälle und Naturkatastrophen werden dabei von den Risikomanagern besonders häufig als mögliche Ursache genannt. Nur noch drei Prozent der Unternehmen bewerten ihre Lieferketten als „sehr widerstandsfähig“ – ein historischer Tiefstand.

Um widerstandsfähiger zu werden, setzen viele der Befragten auf eine Vergrößerung des Lieferantenkreises und die geographische Diversifizierung des Lieferanten-Netzwerkes. Zusätzlich investieren sie in das Business Continuity Management und bauen flexible Krisenpläne auf.

Zunehmende Sorge vor Unwetter und Naturkatastrophen.

Weniger Angst vor Konjunktureinbruch.

Im Vergleich zu den Vorjahren blicken die befragten Risikomanager auch 2026 etwas entspannter auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Makroökonomische Entwicklungen fallen mit 14 Prozent Nennungen auf den achten Rang zurück. Die globale Wirtschaft zeigt sich trotz geopolitischer Turbulenzen der Vorjahre erstaunlich robust. Dennoch bleibt das Umfeld herausfordernd und von strukturellen Umbrüchen geprägt. 

In 2026 bleibt Resilienz das große Stichwort, aber unter der Oberfläche verschieben sich die Wachstumskräfte und die Komplexität nimmt zu. Das Betriebsklima wird volatiler, fragmentierter und strategisch umkämpfter. Unternehmen, die diese Veränderungen frühzeitig antizipieren und sich anpassen, sind am besten gerüstet, um Chancen zu erkennen und Risiken zu managen.“
Ludovic Subran
Chefökonom der Allianz

Regionale Unterschiede.

Blick auf Deutschland.

In Deutschland führt 2026 erneut die Sorge vor Cyber-Vorfällen (52 Prozent) und Betriebsunterbrechungen (40 Prozent) die Risikoliste an. Auf Platz drei liegen Änderungen von Gesetzgebung und Regulierung (28 Prozent), gefolgt von künstlicher Intelligenz (26 Prozent) und Naturkatastrophen (19 Prozent). Der Fachkräftemangel verliert im Vergleich zum Vorjahr an Bedeutung und fällt im aktuellen Ranking auf einen der hinteren Plätze zurück. Neu in den Top 10 tauchen wirtschaftliche Risiken, Marktentwicklungen und der Ausfall kritischer Infrastruktur auf – ein klares Spiegelbild der aktuellen geopolitischen und technologischen Herausforderungen. 

Die 10 wichtigsten Geschäftsrisiken in Deutschland im Überblick.

Balkendiagramm mit zehn Geschäftsrisiken in Deutschland, jeweils mit Prozentwerten für 2024, 2025 und 2026 im Vergleich dargestellt.
Die Grafik trägt den Titel „Die 10 wichtigsten Geschäftsrisiken in Deutschland im Überblick“ und zeigt ein horizontales Balkendiagramm mit Angaben für die Jahre 2024, 2025 und 2026. Quelle: Allianz Commercial, Allianz Risk Barometer 2026. Es werden die zehn meistgenannten Geschäftsrisiken in Deutschland dargestellt. Die Balken zeigen den prozentualen Anteil der Nennungen je Risiko und Jahr. Zwei Risiken („Künstliche Intelligenz“ und „Makroökonomische Entwicklungen“) sind 2026 neu in der Liste. Im Jahr 2026 liegen „Cybervorfälle“ mit 52 % an erster Stelle, gefolgt von „Betriebsunterbrechung“ (40 %) sowie „Änderungen in Gesetzgebung und Regulierung“ (28 %). Weitere relevante Risiken sind „Naturkatastrophen“ (19 %), „Marktentwicklungen“ (17 %), „Klimawandel“ (16 %), „Feuer, Explosion“ (15 %), „Politische Risiken und Gewalt“ (14 %) sowie „Makroökonomische Entwicklungen“ (14 %). Das neu hinzugekommene Risiko „Künstliche Intelligenz“ erreicht 26 % und nimmt damit sofort einen der oberen Plätze ein. Auffällig ist der durchgängig hohe Stellenwert von Cybervorfällen sowie der moderate Rückgang mancher Risiken im Vergleich zu 2024, etwa bei „Naturkatastrophen“ (von 29 % auf 19 %). Auch „Betriebsunterbrechung“ bleibt wichtig.

Quelle: https://commercial.allianz.com/news-and-insights/news/allianz-risk-barometer-2026/de.html

Die Zahlen geben an, wie oft ein Risiko als Prozentsatz aller Antworten für das jeweilige Land ausgewählt wurde. Die Zahlen addieren sich nicht zu 100%, da bis zu drei Risiken ausgewählt werden konnten.

Die wichtigsten Geschäftsrisiken für deutsche Unternehmen:

Cyber-Vorfälle sind aus Sicht der befragten deutschen Unternehmen mit 52 Prozent (Vorjahr: 47 Prozent) der Nennungen das größte Risiko. Unternehmen sehen ihre Existenz durch einen erfolgreichen Cyber-Angriff bedroht. Hinzu kommt: Die Täter werden immer professioneller. Und mit dem Aufkommen von öffentlich zugänglichen, generativen KI-Lösungen sind ganz neue Angriffsmethoden möglich.

Auf Rang zwei des Allianz Risk Barometers rangiert das Thema Betriebsunterbrechungen. Die Pandemie und der militärische Konflikt in der Ukraine hatten in den vergangenen Jahren die Anfälligkeit von Lieferketten in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Viele Unternehmen sahen sich mit Lieferengpässen, Verzögerungen und höheren Preisen konfrontiert. Darüber hinaus sind Betriebsunterbrechungen häufig das Ergebnis von anderen Top-Risiken, wie zum Beispiel einem Cyber-Angriff oder einer Naturkatastrophe. 

Naturkatastrophen stehen 2026 mit 19 Prozent auf Platz fünf – nach 29 Prozent und Platz drei im Vorjahr. Extreme Wetterereignisse wie Überschwemmungen oder Stürme bringen Unternehmen zunehmend in Schwierigkeiten und führen oft zu Produktionsausfällen und Lieferengpässen.

Über die Studie:

Das fünfzehnte Jahr in Folge haben Allianz Commercial / Allianz Global Corporate & Specialty SE, die zum Allianz-Konzern  gehören, Geschäftsführende und Vorstände, Risikomanager:innen, Makler:innen und Versicherungsexpert:innen aus 97 Ländern und 23 Branchen zu weltweiten Unternehmensrisiken befragt. In das aktuelle Allianz Risk Barometer 2026 flossen Einschätzungen von 3.338 Befragten ein.

Wie die HypoVereinsbank mit dem Strategie-Dialog zur Minimierung von Geschäftsrisiken beitragen kann.

Viele Unternehmen verfahren nach dem Prinzip, ein Geschäftsrisiko gar nicht erst einzugehen oder es zu ignorieren. Beides ist gefährlich. Denn wer jedes Risiko scheut, kann Chancen verpassen. Und wer Risiken nicht sehen will, gefährdet seinen Geschäftsbetrieb. Dabei gibt es Möglichkeiten, mit Risiken aktiv umzugehen. Der professionelle Umgang erfordert eine sorgfältige Analyse, eine nüchterne Einschätzung und eine genaue Abwägung der Vor- und Nachteile. Das Competence-Center der HypoVereinsbank kann hier wertvolle Unterstützung leisten.

Im Competence Center erstellen hochqualifizierte Corporate Analysts an regionalen Standorten strategische Analysen für unsere Kunden. Wir verstehen uns als Berater:innen, die mittelständische Firmen im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung, die über das bankentypische Thema Finanzierung hinausreicht, analysieren. Es geht also vor allem um Fragen der Unternehmensführung und der Risikobewertung.

Das Competence Center besteht aus rund 30 Unternehmensexpert:innen, die über ganz Deutschland verteilt sind. Als Betriebswirt:innen sind sie mit den typischen Themen vertraut, die mittelständische Unternehmen bewegen: Wer wird die Firma eines Tages übernehmen, soll ich eher organisches oder anorganisches Wachstum anstreben und wie kann ich meine Finanzierung strukturieren.

Portraitfoto von Marion Pfluegner
"Wir werden immer dann gerufen, wenn es knifflig wird und Unternehmenslenker:innen mehr brauchen als eine normale Bankberatung."
Marion Pflügner,
Corporate Analystin im Competence-Center der HypoVereinsbank

Der Vorteil des Competence Center besteht darin, dass es aufgrund seiner breiten geographischen Aufstellung die regionalen Marktgegebenheiten kennt und sich gut in die Unternehmen hineinversetzen kann. „Im Strategie-Dialog geht es ans Eingemachte“, verdeutlicht Pflügner. Welche Fehler wurden in der Vergangenheit gemacht? Wo soll es in Zukunft hingehen? Welche Risiken kann das Unternehmen schultern, um Chancen wahrzunehmen und am Ende Wert daraus zu schaffen?

Der Strategie-Dialog ist für beide Seiten ein Gewinn. Unsere Expert:innen lernen die Bedürfnisse unserer Kunden besser kennen, und das Unternehmen bekommt kompetente Sparringspartner:innen, mit denen es strategische Themen auf Augenhöhe besprechen kann. Denn wir wissen: Risiko ist untrennbar mit Gefahren verbunden, aber ebenso mit Chance und einem Anreiz zu kreativem Denken und Mut.

Porträt einer Person mit kurz geschnittenem Haar und Bart in einem Sakko, der in einem Innenraum sitzend spricht.

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